Erotischer Roman
Anais, 2009
3.5 Sterne
Fünf Frauen um die dreißig treffen sich im Berliner Volkspark Friedrichshain. Seit sie gemeinsam ein Theaterstück aufgeführt haben, verbindet sie eine enge Freundschaft, obwohl sie alle sehr unterschiedlich sind: die materialistische Nike, die impulsive Lana, die sportliche Carla, die aufopfernde Tessa sowie Marja, die ewige Studentin.
Als sie anfangen, über Männer zu sprechen, schlägt Lana vor, dass sie "Wahrheit oder Lüge" spielen: Jede soll zwei persönliche Sexerlebnisse erzählen, aber nur eines davon darf wahr sein, das andere ist erfunden. Anschließend wird geraten, was gelogen war und was nicht.
Im Verlauf der lauen Nacht schildern die fünf Frauen ihre wildesten Geschichten: über ihr erstes Mal, Voyeurismus und erotische Abenteuer in der freien Natur, über Erfahrungen mit SM und verwirrende Begegnungen mit dem eigenen Geschlecht.
Kann es denn wirklich sein, dass die sonst so ehrgeizige Nike nach Hamburg gefahren ist, um in einem SM-Club Sklavin zu spielen? Oder hat sie sich eher von ihrem Ex-Kommilitonen zum heftigen Dildosex mit einer Frau hinreißen lassen? Besonders Lana fasziniert dieses Rätsel ... (Quelle: amazon)
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, die erotischen Begegnungen sind abwechslungsreich, es liest sich locker, leider fehlt ein wenig die Spannung. Die Auflösung, welche der Geschichten nun Wahrheit oder Lüge ist, ist unspektakulär ausgefallen.
Die Rahmenhandlung ist eher schwach und ein wenig verwirrend, weil die Protagonistinnen neben dem Erzählen ihrer jeweiligen Geschichten zu wenig an Charaktertiefe abkriegen, und das ist für mich der Grund, dass ich das Buch eher als Kurzgeschichten-Sammlung denn als Roman bezeichnen würde.
Fazit: Eine nette Zwischendurch-Lektüre, aber nichts was in Erinnerung bleibt.








