Dienstag, 29. März 2011

[seriously serial] #1

Tja, das ist jetzt wohl nicht wirklich eine Überraschung, dass ich mich beim ersten "seriously serial"-Post für meine Lieblingsserie entschieden habe, oder?


Lorelei James: Rough Riders

Genre: Contemporary Erotic Romance

Hinweis: Die Bücher sind nicht für Leser unter 18 Jahren geeignet, sie enthalten sehr explizite erotische Szenen, teilweise mit Soft-BDSM-Elementen.

Autor: Lorelei James
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Rapid City, South Dakota. Wenn sie nicht gerade schreibt, macht sie Yoga, verfolgt Rodeos oder übt mit ihrem Schießeisen. Als Lorelei James schreibt sie sexy Geschichten, die im modernen "Wilden Westen" spielen. Unter dem Namen Lori G. Armstrong schreibt sie außerdem Mystery-Thriller, für die sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist.

Die Serie
Die Rough Riders-Serie erscheint seit 2007 bei Samhain Publishing und ist noch nicht abgeschlossen. Buch Nr. 9 erscheint demnächst in Papierform, Buch Nr. 10 ist bereits als E-Book erhältlich. (Bei Samhain erscheinen alle Bücher zuerst als E-Book und erst einige Monate später als Trade Paperbacks). Die Serie spielt im Ort Sundance in Wyoming und dreht sich in erster Linie um die Cowboys der Familie McKay, sowie deren Verwandtschaft. Die zahlreichen McKay-Jungs sind als Bad Boys bekannt, die nichts anbrennen lassen, die jedoch auch hart arbeiten und, wenn sie die Frau ihres Lebens gefunden haben, alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr zu beweisen, dass sie die tollste Frau der Welt ist. Sie sind allesamt sexy, stur und ziemlich fordernd, ihr Beschützerinstinkt geht etwas über das Normalmaß hinaus und ihre sexuelle Leidenschaft auch. ;-) Die McKay-Jungs haben alle ihre Macken, aber sie sind gestandene Männer, die ihr Herz am rechten Fleck haben und ihre Muskeln und ihre Sonnenbräune sind nicht aus dem Studio. Ihnen zur Seite stellt Lorelei James sympathische, selbstbewußte, starke Frauen. In der Serie gibt es keine doofen Tussis, die Angst haben, sich dreckig zu machen oder ständig herumzicken.
Die Bücher sind bisher nur in englischer Sprache erhältlich.


Channing Kinkaid will ein Abenteuer - das Angebot von Colby McKay, ihn und seine zwei Rodeo-Partner Trevor und Edgard zu begleiten, kann sie kaum ausschlagen. Aber das heißt, mit allen dreien das Bett zu teilen! Der Zeitraum ist begrenzt, nach der Reise will Channing ein "ernsthaftes" Leben beginnen. Doch dann verlieben sich Colby und Channing. Trevor und Edgard haben inzwischen ihre ganz eigene Geschichte am Laufen...


Gemma Jansen hat es nach dem Tod ihres Mannes nicht leicht. Sie hat eine Ranch zu führen und bei den Rodeos macht der Viehzüchterin die männliche Konkurrenz Probleme. Der einzige, dem sie zutraut, ihre Ranch gut zu führen, ist Cash Big Crow, ein ehemaliger Rodeo-Star indianischer Herkunft. Doch der hat schon lange ein Auge auf Gemma geworfen und stellt eine Bedingung: Tagsüber auf der Ranch ist Gemma der Boss, doch nachts im Schlafzimmer er!  Macie, die Tochter von Cash, ist gar nicht erfreut, dass sie auf Gemmas Ranch gestrandet ist, denn eigentlich wollte sie mit ihrem Vater durch die USA reisen. Doch dann trifft sie Carter McKay, der auf der Ranch aushilft, und plötzlich kann sie ihrem Aufenthalt in Wyoming doch etwas Positives abgewinnen...


Amy Jo Foster liebt Cord McKay seit sie sich erinnern kann, doch Cord hat in ihr niemals etwas anderes als die kleine Freundin seiner kleinen Schwester gesehen. Oder den Babysitter für seinen Sohn. Doch Amy Jo ist erwachsen geworden, sie nennt sich AJ und sie weiß, was sie will: Cord! Und als AJ ihm ein unwiderstehliches Angebot macht, ahnt er noch nicht, was daraus werden könnte...
meine Rezension
Leseprobe bei LJ    Leseprobe bei Samhain


Skylar Ellison ist eine Businessfrau. Sie hat ihr eigenes Unternehmen und sie wird auch ihr Baby alleine aufziehen. Der Vater ist ohnehin verschwunden, ohne überhaupt von dem Kind zu wissen. Als Kade McKay nach einem Jahr Abwesenheit nach Sundance zurückkehrt, und erfährt, dass Skylar ein Kind bekommen hat, ist ihm klar, dass es nur von ihm sein kann und er ist wild entschlossen, sich um das Mädchen - und natürlich auch dessen Mutter - zu kümmern. Ob die das will, oder nicht...
meine Rezension
Leseprobe bei LJ    Leseprobe bei Samhain


Chassie West ist nach dem Tod ihres Vater und ihres Bruders endlich wieder glücklich. Zusammen mit ihrem Mann Trevor Glanzer führt sie die Ranch ihrer Familie weiter. Doch dann taucht plötzlich der Brasilianer Edgard Mancuso auf. Und Chassie muss feststellen, dass ihr Trevor nicht nur die Existenz seines langjährigen Rodeopartners verschwiegen hat, sondern auch, dass die beiden wesentlich mehr als nur das Rodeo verbunden hat.


Colt McKay hat nach seinem Zusammenbruch drei Jahre enthaltsam gelebt. Sein Alkoholproblem hat er dank AA im Griff, seine Betreuerin India Ellison, Betreiberin eines Tattoo-Shops in Sundance, ist seine beste Freundin geworden. Doch plötzlich ändert sich etwas zwischen den beiden, sie kommen sich näher - was alle anderen längst vorausgesehen haben. Aber die beiden, die durch ihre jeweilige Vergangenheit gebrannte Kinder sind, haben Angst, ihre Freundschaft aufs Spiel zu setzen...
(bereits gelesen, aber noch nicht rezensiert)
Leseprobe bei LJ    Leseprobe bei Samhain


Noch nicht gelesen:
Die Story von Cameron "Cam" McKay, der im Irak-Krieg verwundet worden ist und von Domini Katzinski liegt noch auf meinem SuB.
Leseprobe bei LJ    Leseprobe bei Samhain


Die Story von Keely McKay, der einzigen Schwester der McKay-Boys, und von Jack Donohue liegt ebenfalls noch auf meinem SuB.
Leseprobe bei LJ   Leseprobe bei Samhain

Eine Fortsetzung der Geschichte unter dem Titel Slow Ride ist bei Samhain als Free E-Book erhältlich.
Leseprobe bei LJ


Buch 9: Raising Kane
Die Story von Kane McKay und Ginger Paulson ist als E-Book erhältlich und erscheint in Papierform am 03. Mai 2011 - ich habe sie bereits vorbestellt.
Leseprobe bei LJ
Leseprobe bei Samhain


Buch 10: Cowgirls Don´t Cry
Die Story von Jessie und Brandt McKay ist bisher nur als E-Book erhältlich, sie erscheint am 09. November 2011 in Papierform.
Leseprobe bei LJ
Leseprobe bei Samhain


Buch 11: Chasin´ Eight
Die Story von Chase McKay - wird voraussichtlich am 30. Juni 2011 bei Samhain als E-Book erscheinen (Print voraussichtlich 11 Monate später)

Buch 12: Cowboy Casanova
Die Story von Ben McKay - wird voraussichtlich im Oktober 2011 bei Samhain als E-Book erscheinen. (Noch kein Cover bekannt)

Buch 13: Kissin´ Tell
Die Story von Tell McKay - wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 bei Samhain als E-Book erscheinen. (Noch kein Cover bekannt.)



Weitere Stories:
Libby und Quinn McKay versuchen in der Erotic Novella Strong, Silent Type ihre Eheprobleme zu lösen. Die Novella ist zeitlich zwischen Buch 6 und 7 der Serie anzusiedeln und findet sich in der Anthologie Wild Ride.
meine Rezension
Leseprobe bei LJ    Leseprobe bei Samhain


Das Buch Wild West Boys enthält zwei Erotic Novellas über die West-Brüder, Cousins der McKays. 
Mistress Christmas erzählt die Geschichte von Detectice Nick West und der "falschen" Stripperin Holly North.   Leseprobe bei LJ
Miss Firecracker ist die Geschichte vom Barkeeper Blake West und Willow Gregory, einer Zimmermeisterin.  Leseprobe bei LJ
meine Rezension


Meine Meinung zur Serie:
Lorelei James webt hier ein sehr dichtes Netz an Charakteren und deren (Liebes-)Geschichten, so dass ich mich als Leserin beinahe wie ein Teil der McKay-Familie gefühlt habe. Da ich den Band 3 zuerst gelesen habe, war ich von den Nebenpersonen ein bisschen verwirrt, als ich dann mit Band 1 von vorne begonnen habe, wurden mir auch einige Szenen die ich in Band 3 gelesen hatte, klar, und vor allem kannte ich dann schon die Personen. Es ist also auf jeden Fall ratsam mit Band 1 zu beginnen. Natürlich kann man alle Bücher auch als Einzeltitel lesen, es entgeht einem aber definitv etwas, denn es ist einfach total nett, wenn man z.B. 2 Bücher später jemandem wiederbegegnet und in einer kleinen Szene erfährt, wie es mit ihm/ihr weitergegangen ist.
Einer der absolut umwerfendsten Momente war für mich, als Edgard, der Trevor in Band 1 verlassen hatte, in Band 5 (endlich) wieder auftauchte. Neben der Geschichte Von AJ und Cord ist die Geschichte von Trevor, Edgard und Chassie für mich die Schönste der bisher gelesenen.
Lorelei James schafft es, sich bei den erotischen Szenen (und selbstverständlich auch bei den "Alltags"szenen) niemals zu wiederholen. Jede Geschichte ist anders. Jede hat ihren Reiz. Die erotischen Szenen sind äußerst heiß, ohne jemals vulgär oder pornographisch zu werden, dazu sind sie viel zu fest in die Geschichte eingebunden. Außerdem wird hier niemals auf Kondome vergessen (naja, nicht immer, siehe Buch 4), und das macht die Sache natürlich viel realistischer. 
A propos realistisch: die Welt der McKays ist nämlich nicht nur schöne, heile Welt. Immer werden problematische Themen angesprochen, die in jeder Familie vorkommen können. Hiervon bleiben auch die McKays nicht verschont, auch wenn sich natürlich (fast) alle ihre Probleme auflösen. Immerhin handelt es sich hier um Romances - Happy End garantiert.
Einige der Themen sind z.B. Alkohol- und Drogenmißbrauch (Band 3 - Dags Tod und Colts Absturz, und natürlich Band 6), Verlust eines geliebten Menschen (Gemma, die ihren Mann verloren hat, Skylar+India und auch Macie haben ihre Mutter verloren, Chassie hat beide Elternteile und den Bruder verloren), häusliche Gewalt (Skylar beschäftigt in ihrem Unternehmen Frauen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen), schwere Unfälle (Colby, Dag), Geldprobleme, Scheidungen, Rivalität unter Geschwistern...
Außerdem thematisiert Lorelei James auch einige typisch amerikanische Themen, etwa die Ressentiments der Weißen gegenüber den American Indians (Cash, Macie und auch Chassie), sowie den Irakkrieg (Cameron) - obwohl hierzu ein wenig Kritik angebracht ist, denn Cam wird immer als Held bezeichnet. (Allerdings hab ich Band 7 noch nicht gelesen, das ist seine Geschichte, und bisher sind seine Erlebnisse ja noch nicht ausführlich beleuchtet worden).
Zum Schreibstil kann ich sagen, dass die Bücher alle flüssig zu lesen sind, und ein gutes Verhältnis zwischen Erzählteil und Dialog besteht. Die Dialoge wiederum sind spritzig und klingen für mich total authentisch. Das ist Alltagssprache, Cowboys schwingen eben keine philosophischen Reden, hier dreht es sich um "erdige" Themen, in einer "erdigen" Sprache. Hier gibt´s auch keine schwülstigen Liebeserklärungen - und deshalb sind sie umso schöner.
Wie bereits gesagt, sind die Bücher bisher nur auf Englisch erhältlich. Da es sich um Alltagssprache handelt, sind sie aber nicht sehr schwer zu lesen, man braucht lediglich ein wenig Verständnis für amerikanischen Slang.

Seriously?
Bei dieser Serie stellt sich mir die Frage, ob ich sie weiterlesen will, ganz einfach gar nicht. Buch 1-6 habe ich bereits gelesen, Buch 7 und 8 liegen am SuB, Buch 9 ist vorbestellt. Und ich bleib dabei, bis zum Ende! Denn ich bin den heißen Cowboys verfallen und die gesamte Serie gehört für mich zum Besten, was man im Bereich Erotic Romance finden kann.

Auf der Website von Lorelei James kann man sich übrigens einen Familienstammbaum der McKays und Wests, sowie eine Rough Riders Timeline herunterladen.

Und zum Schluß zeig ich euch noch meine coolen Rough Riders-Lesezeichen, die ich von Lorelei James bekommen habe. Wie ich dazu gekommen bin, könnt ihr hier nachlesen.


Montag, 28. März 2011

Roxanne St. Claire: Kill Me Twice

KILL ME TWICE
Romantic Suspense

Autor: Roxanne St. Claire
Serie: Bullet Catchers, Book #1
Verlag: Pocket Books Simon & Schuster (2005)
Paperback, 337 Seiten
dt. Titel: Bullet Catcher: Alex (LYX, 2010)
gelesen auf englisch
ertauscht via bookmooch



Die Story:
Alex Romero ist ein hochqualifizierter und hochbezahlter Bodyguard, der für die private Organisation "The Bullet Catchers" von Lucy Sharpe, einer Ex-CIA-Agentin arbeitet. Normalerweise sind seine Klienten Regierungsmitglieder oder Angehörige von Königshäusern. Für seinen neuesten Auftrag soll er allerdings die Journalistin  Jessica Adams, die für einen Fernsehsender arbeitet, vor einem Stalker beschützen. Alex ist nicht besonders angetan davon. Bis er die Dame kennenlernt, denn die wirft ihn - sprichwörtlich - um.
Allerdings stellt sich auch gleich mal heraus, dass er nicht Jessica angetroffen hat, sondern deren Zwillingsschwester Jasmine, kurz Jazz, die als Privatdetektivin arbeitet und von Jessica gebeten worden ist, mal kurz ihre Rolle zu übernehmen, damit sie für eine heiße Story recherchieren kann. Die beiden Schwestern wollten sich treffen, um das Nötigste vorher zu klären, bloß Jessica taucht nicht auf. Sie scheint verschwunden, keiner weiß, wo sie ist. Und da wären auch noch die Drohbriefe von dem Stalker. Jazz findet die ganze Sache zuerst lächerlich, doch nach einiger Zeit bekommt sie selbst ein mulmiges Gefühl, weil sie Jessica einfach nicht erreichen kann. Sie läßt fortan nichts unversucht, um ihre Schwester zu finden. Alex ist gar nicht erfreut, dass Jazz sich in Gefahr begibt, aber er muss mit. Und selbst einem erfahrenen Bullet Catcher wie ihm fällt es nicht leicht mit der temperamentvollen Jazz mitzuhalten. Während die beiden nach Jessica jagen, wird für diese die Zeit langsam knapp...

Kommentar:
Das Buch ist im Vorjahr erstmals auf deutsch erschienen und scheint rundum sehr gut zu gefallen. Die begeisterte Rezension von Orchidee hat mich dazu veranlasst, mir das Buch zu ertauschen. Leider war ich nicht ganz so begeistert...
Zuallererst hat mich diese Namensgleichheit der beiden Schwestern genervt, Jess und Jazz, oder Jazz und Jess - verwirrend. Jazz ist mir außerdem ziemlich auf die Nerven gegangen, ich konnte beim besten Willen nicht nachvollziehen, was Alex an der Frau so besonders findet. Sie begibt sich ständig in Gefahr, hat mir jedoch nicht vermitteln können, dass sie sich dessen bewußt ist und dass sie damit auch umgehen kann. Auch Alex hat mich nicht überzeugt. Der Kubaner wurde von vielen anderen Leserinnen als unglaublich sexy beschrieben, weil er hin und wieder etwas spanisches sagt. Also nein, tut mir leid, das ist mir echt zu wenig. Ich fand ihn auch viel zu passiv, irgendwie läuft er ständig Jazz hinterher. Alex habe ich den abgebrühten Macho genausowenig abgenommen, wie Jazz die Privatdetektivin.
Die Story an sich war gut aufgebaut, spannend, ein paar falsche Fährten wurden gelegt, recht ordentlich. Zwischendurch gab es auch immer wieder ein paar Szenen aus der Perspektive der verschwundenen Jessica. Der Showdown war ein bisschen schwach, das können andere - Suzanne Brockmann zum Beispiel - viel besser. Und dann das Ende - woher will denn Lucy Sharpe über die Qualifikationen von Jazz bescheid wissen? Kam mir nicht ganz logisch vor.
Was mich aber wirklich ziemlich genervt hat, war die Darstellung von Kuba. Das waren zwar nur ganz wenige Sätze, aber wenn ich es nicht besser wüßte, hätte ich den Eindruck gewonnen, Kuba sei ein Land voller armseliger Hinterwäldler, die dort in bitterer Armut und Sklaventum leben, und die man deshalb unbedingt herausholen muss. Also nein, echt, sowas finde ich einfach voll daneben, auch wenn die Amerikaner das gerne glauben wollen. Ich tu´s nicht. Um wieder Suzanne Brockmann als Gegenbeispiel herzunehmen: bei ihr gibt es wenigstens fingierte Schurkenstaaten, das kommt bei mir wesentlich besser an.
Insgesamt habe ich mich recht gut unterhalten mit dem Buch, wenn man bei meinen vielen Kritikpunkten ein Auge zudrückt, oder zwei, ein Highlight war es jedoch nicht.

Fazit:
3 Sterne, weil das Buch zwar nicht schlecht war, mich die Autorin aber nicht davon überzeugen konnte, dass ich die Serie ganz unbedingt weiterlesen muss. Ein weiterer Teil liegt zwar noch hier in meinem SuB, aber ich werde wohl beide Bücher wieder bei bookmooch zum Tausch anbieten.

Sonntag, 27. März 2011

my week #12


Zwillingsleiden #18: gelesen
OMG! Ich bin ein Anita-Blake-Fangirl! Wer hätte das gedacht? Das Zeug macht süchtig!!! Bin ich froh, dass ich ein bisschen Stoff auf Vorrat organisiert hatte, doof nur, dass es grad mal für eine Woche gereicht hat. Nachdem mir das erste Buch so gut gefallen hat, hab ich gleich im Anschluß Teil 2 The Laughing Corpse und Teil 3 Circus of the Damned inhaliert. Und jetzt les ich grad Teil 4 The Lunatic Cafe. Und damit ist mein Vorrat leider auch schon aufgebraucht. Entzugserscheinungen drohen. TBD - der Drogendealer meines Vertrauens - wird Nachschub liefern müssen...


WTF #16: Der Werbe-Tsunami
Wie mächtige Wellen sind in der letzten Woche mehrere "Blogger-Aktionen" (das wird übrigens definitiv mein Unwort des Jahres!) durch die Bloggerlandschaft gerollt. Wie immer habe ich dies mit Erstaunen  und Kopfschütteln verfolgt. Und es hat tierisch genervt. Der ganze Reader war voll damit. Immer nur dasselbe.
Da wurde zum Beispiel unter dem Deckmäntelchen der Wohltätigkeit eine Werbekampagne gestartet, die auch noch bereitwillig von hunderten Bloggern aufgenommen wurde. Die Aufmerksamkeit (= Gratiswerbung) für das Unternehmen ist dabei enorm, die öffentlich geäußerte Kritik an solchen Aktionen gering - fällt das denn  niemandem auf, dass hier Werbung mit dem Leid anderer Menschen gemacht wird? Auch ich wurde "beschenkt", aber, sorry Leute, ich mach da nicht mit. Für mich hat das Ganze einfach einen sehr negativen Beigeschmack.  Die Spendensumme stand von Anfang an fest und das Unternehmen hätte das Geld auch ohne massenhafte Gratiswerbung geben können. Wenn ich etwas spenden will, kann ich das auch anders machen. Wenn ich Mitgefühl zeigen will, auch. Und zwar ohne dabei gleichzeitig Werbung für ein Unternehmen zu machen. Mein Blog ist keine Werbefläche. Selbst dann nicht, wenn ein guter Zweck vorgeschoben wird.
Ein anderes Unternehmen hat (shopgebundene) Gutscheine als möglichen Gewinn für den Preis eines Blogposts (= Gratiswerbung) versprochen. Auch das wurde freudigst aufgegriffen. Wie es aussieht, hatten sogar ein paar Leutchen Glück und haben tatsächlich den in Aussicht gestellten Gutschein gewonnen. Herzliche Gratulation! Aber trotzdem: mein Blog bleibt werbefrei.
Überhaupt scheint der Trend auf den Bücherblogs in eine seltsame Richtung zu gehen...


WTF #17: Mein Blog ist super.
Weiß ich eh. Aber ein deutscher Online-Marketplace will, dass ich in Konkurrenz mit anderen Bücher-Blogs trete. Zumindest bekam ich ein E-Mail, dass ich als "Superblog" nominiert worden sei. Ich soll mich  also mit einem ganzen Haufen anderer Blogs messen. Mit wirklich guten Bücher-Blogs und mit Kraut-und-Rüben-Blogs, die teilweise nicht mal die Kriterien der Veranstalter erfüllen. Und überhaupt, was sind denn das für Kriterien? Der Blog muss mindestens seit einem halben Jahr bestehen und es müssen mindestens 2 (in Worten: ZWEI) Posts PRO MONAT geschrieben werden? Ich erspare mir hierzu jeden weiteren Kommentar.
Um ehrlich zu sein, hab ich hin und her überlegt, ob ich da mitmachen soll. Und meine Antwort ist: NEIN, leckt mich doch am Arsch vielen Dank für die Nominierung, aber laßt mich bloß in Ruhe damit mich interessiert so ein Wettkampf nicht. Ich muss mir nix beweisen! Ich mach meinen Blog, weil es mir Spaß macht! Und überhaupt rechne ich mir - als Twitter- und Facebook-Verweigerer - keinerlei Chancen auf einen Gewinn aus, denn - sind wir mal ehrlich - hier geht es wohl kaum um Qualität, sondern darum, wer über social media am meisten Leute zum abstimmen überreden kann. Da werden die Zusammenrottungs-Queens wohl die Nase vorne haben. Außerdem - siehe oben - ich mach doch nicht Werbung für irgendeinen Online-Shop, denn auch hier geht´s um nix anderes. ALLES ist Marketing. Aber hey, ohne mich!



WTF #18: Wasn das für ein Schwachsinn?
Gestern am frühen Abend lief "Twilight" auf ATV als Free-TV-Premiere. Ich habs bis zur zweiten Werbepause durchgehalten. Und dann noch mal die letzten 2 Minuten. (Aber nur, weil ich auf die nachfolgende Nachrichtensendung gewartet habe um den Bericht über die Entschärfung der Fliegerbombe beim Grazer Bahnhof zu sehen.) Boah - ist das ein grottiger Film! Was hat denn die Bella ständig für ein nervöses Zucken mit dem Kopf? Und was hat Edward denn für ein Problem? Der macht vielleicht immer ein Gesicht! Ist ja zum Davonlaufen! Und erst die Dialoge! Und das Herumgehüpfe die tollen Special-Effects... Nein, ich glaub ich bin zu alt zu kritisch für sowas...


Neu in meinem Bücherregal #12:
Nix. Niente. Nada.
(Aber ihr müsst euch keine Sorgen um mich machen, denn es sind ein paar bestellte Bücher zu mir unterwegs... *gnihihi*)

Samstag, 26. März 2011

COVER-PIC(K) #3

Eigentlich wollte ich ja heute das Cover eines deutschsprachigen Buches zeigen, aber tja, da ist mir etwas dazwischengekommen. Bei Carina Press ist grad eine Novella von Megan Hart erschienen, und auch wenn das Cover jetzt nicht grad künstlerisch wertvoll ist, der Body von dem Herrn - zumindest das, was man sehen kann - ist auf jeden Fall... ähm... äußerst ansehnlich.



After Agent Kendall Frasier's partner is shot in "friendly fire" during a drug bust, she agrees to take a week's vacation on a tropical island as part of her psychiatric evaluation. Sand, sun, sea—what could be better to help her work through her guilt? Even if the presence of the man responsible for the shooting, Agent Zane Vincent, seems counterproductive to her mental health.
As Kendall gets to know Zane, and realizes he feels worse about what happened than she does, it becomes impossible to hate him. And their mutual attraction becomes impossible to deny.
Kendall and Zane soon agree to put the event that brought them together in the past—and spend the present exploring their most erotic desires. Do they have a future in the real world when their week in paradise is over?

(Quelle: Carina Press)

Freitag, 25. März 2011

Georgette Heyer: Verlobung zu dritt

VERLOBUNG ZU DRITT
Historical Romance

Autor: Georgette Heyer
Verlag: rororo (1968)
OT: The Talisman Ring (1936)
Taschenbuch, 218 Seiten
gelesen auf deutsch
ertauscht via bookmooch



Die Story:
Die blutjunge, temperamentvolle Eustacie wird von ihrem englischen Großvater Lord von Lavenham vor den Schrecken der Französischen Revolution gerettet. Unternehmungslustig bis zur Unvernunft meint sie, ein Erlebnis von erhabener Größe verpasst zu haben. So bricht sie aus ihrer wohlgeordneten neuen Umgebung aus und stürzt sich in verwegene Abenteuer mit einem Schmuggler und angeblichen Mörder, der sich zuletzt als der rechtmäßig Erbe von Lavenham entpuppt. (Klappentext)
Sir Tristram Shield wird ans Sterbebett seines Großonkels Lord Lavenham gerufen und muß diesem dort versprechen, seine Cousine Eustacie zu heiraten, um dem jungen Mädchen eine sichere Zukunft zu bieten. Sowohl Tristram als auch Eustacie sind wenig von der Idee einer Heirat angetan, jedoch müssen sie sich dem Wunsch des alten Lords beugen. Doch der Lord stirbt noch, bevor die beiden verheiratet sind, und Eustacie, die unbedingt ein Abenteuer erleben will, flieht mitten in der Nacht auf einem Pferd um die nächste Postkutsche nach London zu erreichen. Weit kommt sie jedoch nicht, denn in einem Wald trifft sie auf eine Gruppe von Schmugglern. Die zwielichtigen Gesellen nehmen sie gefangen, doch schon bald stellt sich heraus, dass der Anführer der Schmugglerbande Eustacies verschollener Cousin Ludovic ist. Sie hat die Geschichten über den vermeintlichen Mörder, der zur Flucht nach Frankreich gezwungen war, gehört und ist begeistert, dass sie ihn getroffen hat. Endlich ein Abenteuer! Bei der Flucht vor den Steuerfahndern wird Ludovic angeschossen und es gelingt den beiden gerade noch in einem Gasthof Unterschlupf zu finden. Der Gastwirt ist gut mit den Schmugglern bekannt und willigt auf Eustacies Drängen hin ein, Ludovic zu verstecken.
Bald sind nicht nur die Steuerfahnder hinter Ludovic her, sondern auch zwei Bowstreet-Detektive, die der Beau Lavenham, ein Cousin der auf Titel und Erbe scharf ist, auf Ludovic gehetzt hat. Eustacie ist überzeugt, dass Ludovic den ihm angehängten Mord nicht begangen hat, und Ludovic muss unbedingt seinen Talismannring wiederfinden, um den wirklichen Mörder zu entlarven...

Kommentar:
So lange schon hat die liebe Winterkatze "ihre" Georgette Heyer angepriesen, und endlich konnte ich ein Buch über bookmooch ertauschen. Es war zwar keines der Bücher, die sie mir speziell empfohlen hat, aber es war das einzige, das ich auf deutsch kriegen konnte. Und ich fand es ganz entzückend! Es hat mich köstlich amüsiert und ich habe mich damit sehr gut unterhalten.
Georgette Heyer hat eine ganz wunderbare Art, ihre Figuren zum Leben zu erwecken, man sieht sie richtig vor sich! Sei es der grantelnde alte Lord, der mit seinem letzten Atemzug noch den Arzt verflucht, die abenteuerlustige aber naive Eustacie, die sich ausmalt, welches Kleid sie auf dem Weg zur Guillotine getragen hätte, oder der arrogante Basil "Beau" Lavenham, ein eitler Geck, der sich in den unmöglichsten Farben kleidet. Ludovic, der jugendliche Draufgänger, dem ein vor Jahren begangener Mord zur Last gelegt wird, ist anfänglich wegen seiner Schußverletzung ans Bett gefesselt,  und auch später soll er sich nicht blicken lassen, was ihm aber gar nicht passt, denn er will seine Unschuld beweisen. Die unerschrockene Miss Thane, die sich gerade mit ihrem Bruder im Gasthof aufhält, schließt augenblicklich Freundschaft mit Eustacie und die beiden jungen Damen wollen Ludovics Ruf reinwaschen. Zuerst wird Tristram verdächtigt, der sich jedoch als unschuldig erweist und in die Mördersuche hineingeogen wird, denn als einziger halbwegs vernünftiger Mensch fühlt er sich natürlich verpflichtet, auf die abenteuerlustigen Damen acht zu geben.
Auch die Nebenfiguren sind bei Frau Heyer keineswegs Nebensache, sie sind ebenso lebendig wie alle Hauptfiguren und gut ausgearbeitet. Dazu kommen noch köstliche Dialoge und viel Situationskomik. Die ganze Geschichte entwickelt sich äußerst turbulent und hat mich sehr an eine Screwball-Comedy erinnert. Da werden mithilfe von kleinen Lügen, viel List und sogar Verkleidungen Detektive und Steuerfahnder ausgetrickst, und am Ende sogar der richtige Mörder. Es wird eingebrochen und gekämpft und dazwischen verliebt man sich auch noch. Zwei Paare finden sich, und sie könnten nicht besser zueinander passen.

Speziell erwähnen muss ich hier das wirklich gelungene Cover. Auch wenn es farblich ein bisschen schrill ist, so passen die einfachen Zeichnungen sehr gut zum Inhalt, vorne ist eindeutig Eustacie zu erkennen und Lodovic, mit dem Arm in der Schlinge nach seiner Schußverletzung. Und auf der Rückseite, die ich eigens nochmal fotografiert habe, sieht man Basil, den "Beau", perfekt getroffen!

Fazit:
4 Sterne. Wunderbar amüsante Unterhaltung!

Mittwoch, 23. März 2011

Megan Hart: Naked

NAKED
Erotic Novel

Autor: Megan Hart
Verlag: Spice (2010)
Trade Paperback, 278 Seiten
ISBN 978-0-373-60546-0
gelesen auf englisch
neu gekauft



Die Story:
Was soll ich hier erzählen? Frau lernt Mann kennen, die beiden verlieben sich, haben Sex miteinander, verloben sich, lernen die Eltern und Freunde des jeweils anderen kennen. Ende. 
Okay. Fad. Ja. Bleibt bloß noch festzuhalten, dass die Frau, Olivia Mackey, in puncto Männer ein gebranntes Kind ist. Sie war einige Jahre mit Patrick verlobt, der erst in der Hochzeitsnacht zum ersten Mal Sex mit ihr haben wollte. Doch zu der Hochzeit kam es nicht, weil Olivia kurz davor rausfinden musste, dass Patrick sich bereits durch die ganze Schwulenszene gevögelt hatte, und Olivia nur als Tarnung für ein "normales" Leben benutzte. Trotzdem sind die beiden Freunde geblieben - was ich ja schon etwas komisch fand, aber bitte - und dann lernt Olivia auf einer von Patricks Parties ausgerechnet Alex Kennedy kennen. Alex, den wir aus "Tempted" kennen (und lieben). Alex, von dem wir nicht ganz sicher sein konnten, wie weit seine Liebe zu James ging. Alex, von dem bereits im ersten Satz von "Naked" behauptet wird, dass er keine Mädels mag. ("Alex doesn´t like girls.")


Kommentar:
Ich hatte unerwartete Schwierigkeiten mit dem Buch. Wenn man davon ausgeht, dass Megan Hart eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist, sexy Alex Kennedy meine Lieblingsfigur, und dass ich mich schon im Vorhinein wahnsinnig auf das Buch gefreut habe, ist es doch irgendwie verwunderlich, dass es nach dem Erscheinen so lange ungelesen in meinem Regal stand. Ich hab auf den richtigen "Alex-Moment" gewartet, der kam dann anscheinend im Jänner. Dann hab ich ca. 2/3 des Buches gelesen, wurde zwischenzeitlich durch anderweitige (dringende) Lektüre unterbrochen und da lag es dann. Schon wieder. Irgendwie hat mir wohl mein Unterbewußtsein, schon bevor ich überhaupt damit begonnen habe, gesagt, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen wird. Und so wars dann leider auch. Ehrlich gesagt war ich enttäuscht bis frustriert.
Ich habe Alex Kennedys Buch erwartet. Das ist es aber nicht. Denn es ist Olivias Geschichte, und Alex ist "nur" schmückendes Beiwerk. Das hat er definitiv nicht verdient. Ich hätte ja eigentlich damit rechnen müssen, denn Megan Harts Romane werden aus der (Ich-)Perspektive der weiblichen Hauptfigur erzählt. 
Der Anfang des Buches hat mir wirklich gefallen, wie die beiden  sich kennenlernen und zusammenkommen. Anfangs fand ich auch Olivia sympathisch. Dann gings aber leider bergab und ich hab lange hin und her überlegt, woran das lag. Zum einen konnte ich mich mit Olivia, trotz der anfänglichen Sympathie, nicht wirklich anfreunden. Mit ihrem religiösen Selbstfindungsproblem  kann ich einfach nichts anfangen. Diese Thematik ist so dermaßen weit von mir entfernt, dass ich es einfach nicht nachvollziehen kann. 
Zum anderen wollte ich etwas mehr über Alex erfahren, doch das klappt hier nicht. In Tempted war er sexy, geheimnisvoll, unwiderstehlich, eine tolle Persönlichkeit. Er hat zB. wahre menschliche Größe gezeigt, als er Anne und Jamie verlassen hat. Na gut, sexy ist er noch immer, unwiderstehlich in Maßen - Olivia beschreibt ihn meist nur als gutaussehend und das ist ganz einfach zu wenig. Geheimnisvoll ist er auch noch immer, das ist ja ok, aber ich hätte gerne etwas über seine Vergangenheit erfahren, etwas, das ich nicht bereits aus Tempted wußte. Dass er gut kochen kann - was ich auch ziemlich sexy finde - wußte ich aber auch schon aus Tempted. Ich hätte gerne etwas über seine Gefühle erfahren. Megan Hart hat sich da leider nicht wirklich viel einfallen lassen, und das ist schade. Sagt sie doch selbst, dass Alex ihre Lieblingsfigur ist. Und dann macht sie nicht mehr daraus? 
"Naked" ist bestimmt kein schlechtes Buch, aber eine Offenbarung ist es ganz sicher nicht. Alex hätte mehr Zeit verdient, rückblickend betrachtet war sein Charakter in Tempted intensiver gezeichnet, hier ist er irgendwie eindimensional geblieben, flach. Ich kann außerdem nicht nachvollziehen, warum er sich in Olivia verliebt hat, warum er sie sogar lieben sollte. Sie ist nichts besonderes, und er hätte etwas besonderes verdient. Es fehlen Gespräche zwischen den beiden. Da wird ja nicht viel gesagt.  Sie haben Sex miteinander. Ja, ist ok. Aber das ist zu wenig. Auch wenn in Tempted nicht viel gesagt worden ist, so gab es zwischen den Zeilen eine ganze Menge zu lesen. Hier leider nicht. Die Sexszenen sind anfangs leidenschaftlich, dann flacht die Leidenschaft, so wie die ganze Geschichte, irgendwie ab, der Mittelteil der Geschichte ist größtenteils langweilig. Auf den letzten 50 Seiten kommt noch einmal etwas Spannung hinein. Ich fand es auch ok, dass Olivia nach dem Treffen mit Anne und Jamie einen Rückzieher macht. Aber dann ist plötzlich doch alles in Ordnung? Das ging mir zu einfach. Und zu schnell. Die Entwicklung ist hier nicht nachzuvollziehen. Sie findet nicht statt.
Wie auch in den anderen Büchern, tauchen bekannte Charaktere auf. Sarah, die beste Freundin von Olivia, war sehr sympathisch, über sie würde ich gerne mehr erfahren. Sie hatte auch schon einen ganz klitzekleinen Auftritt in "Stranger". Sie ist in den Callboy Jack (aus "Dirty" und "Stranger") verliebt - wer wäre das nicht. Auch Jack taucht hier kurz auf, sagt aber nicht mehr als ein Wort. Ist aber ok so, es passt irgendwie und ich hoffe sehr, Megan Hart wird irgendwann die Geschichte von Jack und Sarah erzählen. Eher unnötig fand ich dagegen die Szene mit Elle und Dan. Klar, ich mochte die beiden in "Dirty", und es freut mich, dass sie offensichtlich glücklich verheiratet sind, aber trotzdem war die ganze Szene irgendwie fehl am Platz. Auch klar, denn ich fand diese ganze Religions-Geschichte nicht toll, und die Szene gehört da dazu. 
Auf den letzten 50 Seiten bekommt die Figur von Alex ein wenig mehr Farbe, aber das ist leider zu wenig. Wie gesagt, ich kann nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet diese Frau. Olivia ist eine langweilige Figur.  Trotz all der Dinge, die ihr passiert sind, empfand ich ihre Persönlichkeit flach und uninteressant. Und das Happy End fühlt sich einfach nicht richtig an. Es fehlt irgendwie an Chemie zwischen den beiden.
Das, was ich an Megan Hart so bewundere, nämlich dass sie den Männern (und auch allen anderen Nebenfiguren), obwohl nur aus der Perspektive der  weiblichen Hauptperson betrachtet, so viel Leben einhauchen und soviel Charaktertiefe verleihen kann, hat sie hier leider nicht geschafft.
(Und was sollte eigentlich der Schwachsinn mit der Frau auf den Fotos?)

Fazit:
Ich bin geknickt. Meine Lieblingsautorin hat mich erstmalig enttäuscht. Ich werde das Buch irgendwann noch einmal lesen, da ich durch die Unterbrechung leider nicht mehr so richtig hineingefunden habe in die Geschichte und meine Betrachtung deshalb vielleicht einseitig sein könnte. Gut möglich, dass ich nach dem zweiten Mal lesen eine etwas andere Meinung zu dem Buch habe. Eine völlig andere Meinung schließe ich allerdings aus. Ich werde aus diesem Grund aber vorerst das Buch nicht bewerten.

Dienstag, 22. März 2011

Neu bei mir: seriously serial

Bücher-Serien sind der absolute Trend. Serien verkaufen sich offensichtlich sehr gut. Und es gibt sie in allen nur erdenklichen (Liebesroman)-Genres. Noch vor gar nicht allzu lange Zeit hab ich gedacht, Serien seien so gar nix für mich. Tja, aber selbst ich entkomme dem Trend nicht, und so habe ich in den letzten Monaten Bücher aus mehr als 30 (!) Serien gelesen. Bei den meisten Serien bin ich nicht über Teil 1 hinausgekommen, teils weil sie mir nicht wirklich zugesagt haben, teils, weil die anderen Bücher noch auf meinem SuB liegen, einfach, weil wieder mal etwas anderes, interessanteres dazwischengekommen ist. Altes Zwillingsleiden, ihr wisst schon...
Nun hab ich mir für meinen Blog ein neues, regelmäßiges Feature ausgedacht. Es wird "seriously serial" heißen, und darin werde ich mir (laut) Gedanken darüber machen, ob ich diese oder jene Serie weiterlesen will/werde.  Es wird darin Infos über die Serie und den Autor geben, meine Gedanken zu den bereits gelesenen Büchern und meine Entscheidung, ob ich weiterlese oder nicht.
Die Genreverteilung ist dabei so bunt wie mein Lesegeschmack, es werden Contemporary-Serien genannt, Historical-Serien, Romantic-Suspense-Serien, selbstverständlich auch Erotic-Romance-Serien, es sind sogar Paranormal-Serien dabei und auch Krimi-Serien. Alles, was mehr als 2 Bücher in Folge hat, wird Erwähnung finden. Einige Bücher, die den Beginn einer Serie darstellen, warten noch auf meinem SuB, mein Feature "seriously serial" könnte also durchaus endlos werden. ;-)
Mit knapp 40 ergebe ich mich also meiner Serienleidenschaft, für die der Grundstein bereits vor wahrscheinlich fast 30 Jahren gelegt worden ist. Damals hab ich - nach allen anderen Frauen meiner Familie, also Mama, Oma, Großtante und Urgroßtante - eine Heftroman-Serie namens "Schwarze Perlen" verschlungen. Diese Serie ist in den 70er-Jahren erschienen und meine Großtante hat sie gesammelt. Ich schätze, ich habe die Hefte irgendwann Anfang der 80er-Jahre gelesen, genau kann ich das nicht mehr sagen, auf jeden Fall ist es eeeewig her. 
Mann, war das spannend! Eine junge Frau namens Stella Douglas ist auf der Suche nach ihrer Mutter um die halbe Welt gereist und hat dabei ein Abenteuer nach dem anderen erlebt. Anhaltspunkt für ihre Suche war dabei eine Kette mit schwarzen Perlen. Immer wieder hat Stella Menschen getroffen, die ihrer Mutter etwas bedeutet haben und denen sie deshalb eine dieser Perlen geschenkt hat. 
Die Serie bestand aus 80 Heften und - es wird euch jetzt sicher nicht wundern - sie befinden sich noch immer in meinem Besitz! Das heißt, leider nur 79, denn es fehlt eines. Das hat auch damals schon gefehlt und war offensichtlich nicht mehr zu bekommen. Im Laufe der letzten Jahre habe ich immer wieder mal sporadisch versucht, das fehlende Heft in Roman-Antiquariaten aufzustöbern. Leider ohne Erfolg. Die Serie war jedem Antiquar bekannt, manchmal hatten sie sogar einige Hefte davon lagernd, aber leider nicht die Nr. 79. (Falls also irgendwer da draussen Schwarze Perlen Nr. 79 sein Eigen nennt und nichts damit anfangen kann, bitte bei mir melden!)

Montag, 21. März 2011

Stacia Kane: Unholy Ghosts

UNHOLY GHOSTS
Urban Fantasy

Autor: Stacia Kane
Serie: Downside Ghosts, Buch #1
Verlag: Ballantine Books (2009)
Paperback, 339 Seiten
dt. Titel: Chess Putnam 01. Geisterflut (LYX, 2011)
gelesen auf englisch
ertauscht



Die Story:
1997 wurde die Welt von einer Art Apokalypse erschüttert. Die Geister der Toten sind auferstanden, um die Menschheit auszuradieren. Etwa zwei Drittel der Menschheit wurden bereits vernichtet, ehe eine kleine Gruppe von Magiern den Geistern Einhalt gebieten konnte. Die "Church of Real Truth", mit ihrem Sitz in Triumph City, ist seitdem Kirche und Regierung zugleich. Die elternlose Cesaria "Chess" Putnam wurde von der Kirche aufgenommen und zur "Debunkerin" ausgebildet. Ein Debunker treibt Geister aus, denn nach wie vor gibt es welche, die der unterirdischen Stadt der Toten entkommen konnten. Für das Auffinden eines Geistes wird von der Kirche ein hoher "Finderlohn" an die Hausbesitzer bezahlt, was natürlich immer wieder zu Betrugsversuchen führt.
Der Job wirft für Chess gerade genug Geld ab, um ihre Drogensucht zu finanzieren, trotzdem steht sie beim zwielichtigen Drogendealer Bump plötzlich sehr hoch in der Kreide. Und der letzte Job hat nicht mal eine Prämie eingebracht, denn der Geist war echt. Um ihre Schulden zu tilgen, ist Chess gezwungen, für Bump einen verlassenen Flughafen von Geistern zu befreien, damit er diesen als Stützpunkt für seinen Drogenhandel wieder aufbauen kann. Bumps gefürchteter Schläger Terrible soll Chess begleiten um sicherzugehen, dass Chess ihren Auftrag erledigt.
Doch hinter den Geistern steckt mehr und Chess sieht sich bald extremer Gefahr ausgesetzt, denn nicht nur will eine rivalisierende Drogenbande Bumps Vorhaben verhindern, es ist auch schwarze Magie im Spiel, die die ganze Stadt ins Verderben stürzen könnte.

Kommentar:
Zum ersten Mal auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat mich ein Interview mit der Autorin bei Soleil. So viele begeisterte Rezensionen gab es zu diesem Buch auf den englischsprachigen Blogs! SusiB hat dem Buch allerdings das Prädikat "unlesbar" verliehen! Tja, was soll ich sagen? Ich kann dem nicht zustimmen, denn ich fands total klasse!
Die Geschichte spielt in einer alternativen Gegenwart, ca. 13 Jahre nach einer Geisterapokalypse, die die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt hat. Nun ist nichts mehr so wie es war und die "Church of Real Truth" versucht, die Ordnung aufrechtzuerhalten, und die Geister unter der Erde. Doch die Kirche hat Gegner, die die Macht an sich reissen wollen, und diese schrecken auch vor der Anwendung von schwarzer Magie  und Menschenopfern nicht zurück. Chess wird durch ihre illegale Arbeit für den Drogendealer Bump und durch die Zuteilung eines neuen (legalen) Falles, den eigentlich ein anderer Kollege hätte bekommen sollen, in ein gefährliches Machtspiel verwickelt, in dem plötzlich alle verdächtig sind.
Und auf einmal sind alle hinter Chess her: die rivalisierende Drogengang, mit ihrem äußert attraktiven Anführer, ein durch ein schwarzmagisches Ritual heraufbeschworener Geist, der außer Kontrolle gerät, und die unbekannten Drahtzieher hinter dem Ganzen. Chess weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann und muss sich auf ihre Instinkte und ihren Überlebenstrieb verlassen. Obwohl erstere oftmals durch ihren Drogenkonsum getrübt sind und letzterer aus dem selben Grund auch nicht immer besonders stark ist.
Chess Putnam ist eine ungewöhnliche Heldin. Vielmehr eine Anti-Heldin. Als Hexe, die im Auftrag der Kirche/Regierung arbeitet, ist sie durch ihre magischen Tätowierungen erkennbar und die Leute halten vorsichtshalber Abstand von ihr. Damit das auch so bleibt, erzählt sie lieber keinem, dass sie selbt keine schwarze Magie anwenden darf. Was aber nicht heißt, dass sie nicht ein wenig Ahnung davon hat. Ihre Drogensucht macht ihr keinerlei Kopfzerbrechen, außer wenn mal kein Stoff vorhanden ist. Sie ist auch nicht wählerisch, was ihre Drogen anbelangt, sie zieht sich alles rein, was ihr zwischen die Finger kommt. Allerdings versucht sie, so gut wie möglich bei klarem Verstand zu bleiben um ihre Arbeit machen zu können. Die Geisteraustreibung sieht sie als Job, nicht als Berufung und sie ist auch nicht extrem darauf erpicht, die Welt zu retten. Da hier aber ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht, tut sie es trotzdem, als Nebeneffekt sozusagen.
Terrible ist eine hochinteressante Figur. Ein Antiheld par excellence. Er ist hässlich und ein gefürchteter Schläger. Doch das ist äußerlich, denn dahinter verbirgt sich ein eigentlich ganz netter Kerl, der über erstaunlich gute Manieren und sogar ein wenig Bildung verfügt. Chess verletzt ihn mehrmals, weil sie nur seine Fassade sieht. Oder besser gesagt, sehen will, denn in einem kleinen - sehr leidenschaftlichen - Moment, gelingt es Chess, hinter diese Fassade zu blicken. Sie verschließt aber schnell wieder ihre Augen, denn sie ist ganz offensichtlich nicht bereit für das, was sie sehen könnte. Das erkennt man auch sehr gut an ihrer Unsicherheit in der Szene, in der sie voneinander Abschied nehmen, Chess weiß einfach nicht, was sie sagen soll, sie kann damit (noch) nicht umgehen. Sie entscheidet sich für den einfacheren Weg und läßt sich mit dem gutaussehenden Lex ein, bei dem sie sich einreden kann, dass sie ihn nur körperlich attraktiv findet und keine Gefühle im Spiel seien.
Terrible entwickelt im Lauf der Geschichte definitiv Gefühle für Chess, er beschützt sie, er macht sich sogar Sorgen um sie, wenn er sie nicht erreichen kann. Das ist auf jeden Fall mehr, als sein Job für Bump von ihm verlangt. Es sind kleine Gesten, die ihn liebenswert machen, und daneben rettet er Chess mehrfach aus brenzligen Situationen, in denen sie dem Bann der Geisterwelt alleine nicht mehr entkommen wäre. Und er hat Vertrauen in sie, auch dann, als sie selbst nicht mehr so sicher ist, ob sie es schafft, sich, Terrible und alle anderen aus diesem Schlamassel wieder herauszuholen. 
Stacia Kane hat hier einen vielversprechenden Auftakt für ihre Urban Fantasy Serie geliefert, zwei außergewöhnliche Helden, die sich hoffentlich, hoffentlich im nächsten Band  kriegen, ein hochinteressanter, düsterer Hintergrund und Spannung bis zum Schluß.

Fazit:
5 Sterne und die nächsten beiden Bücher in der Serie sind bereits bestellt, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Chess und Terrible weitergeht. Eigentlich dachte ich ja, dass es sich hier um eine Trilogie handelt, aber ich habe gerade auf der Website der Autorin gelesen, dass sie zur Zeit an Buch Nr. 5 schreibt.

Sonntag, 20. März 2011

my week #11


Zwillingsleiden #16: gelesen
Endlich, endlich hab ich es geschafft, Naked von Megan Hart zu beenden. Mir haben ja grad noch 100 Seiten gefehlt, aber da das Buch schon seit Jänner angelesen am Regal lag, ist es mir schwer gefallen, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Aber jetzt isses vorbei und ich hab auch schon fast aufgehört, mich darüber zu ärgern. Enttäuscht bin ich aber noch immer. 
Danach habe ich ein Buch zur Hand genommen, von dem ich letzte Woche noch behauptet habe, es hätte keine Priorität und würde wohl noch einige Zeit hier liegen. Aber dann konnte ich nicht anders, die Neugier - altes Zwillingsleiden, übrigens - war stärker. Und: ich habe eine neue beste Freundin gefunden! Anita Blake, Vampire Hunter. Den ersten Teil der Serie von Laurell K. Hamilton, Guilty Pleasures, habe ich bereits ausgelesen und ich bin echt froh, dass ich die nächsten drei Teile kürzlich im Café Einstein gefunden habe. (Danke nochmal an Elisabeth, die Teil 2 für mich aufgestöbert hat in den völlig ungeordneten Regalen dort.) Gerade lese ich Buch 2 der Serie, The Laughing Corpse.


Zwillingsleiden #17: Bücherfasten, nein danke!
Viele Blogger beteiligen sich gerade am Bücherfasten oder an Buchkauffrei-Wochen, um ihren SuB zu schrumpfen. Interessanterweise haben manche Blogger noch vorher schnell groß eingekauft und ich bin fast sicher, dass dieselben auch nach dem Fasten Großeinkäufe tätigen werden, um die Entzugserscheinungen wieder in den Griff zu kriegen. Es lebe der JoJo-Effekt! Ich beteilige mich nicht an solchen Aktionen. Was solls, ich kenn mich doch und tu mir das nicht an. Und dann hätte ich ja auch gar nicht den -10%-Gutschein von The Book Depository einlösen können. Aber ich habe mich arg zurückgehalten, aus den beinahe bestellten 18 Büchern sind dank meiner Diätberaterin letztendlich 6 geworden.


Blogintern:
Ich versuche gerade wieder mal ein bisschen Struktur in mein Geblogge zu bringen...


WTF #15: knapp daneben
Ich sehe ja kaum fern, hab ich wohl schon öfter gesagt. Und deshalb les ich auch die TV-Zeitschrift, die wir abonniert haben, nicht. Mein Liebster hingegen scheint das Ding immer auswendig zu lernen. Hab ich zumindest bisher gedacht.
Donnerstag früh beim Frühstück sagt er also zu  mir: "Du, heut beginnt diese neue Serie. Das Vampirzeugs... Soll gut sein. Mit viel Sex und so...". Darauf ich: "Ahja, "True Blood", schon gehört." (und assoziiere im Geiste "Sookie Stackhouse, oder?"). 
Falls jetzt irgendwer einwerfen möchte: Aber das war doch schon am Mittwoch! - Jaaa, danke. Weiß ich seit Donnerstag abend auch. :(


Blogposts der Woche #7:
Bei den Smart Bitches gibt es ein regelmäßiges Feature, das sich HaBO (Help a Bitch Out) nennt. Leserinnen, die auf der Suche nach einem Buch sind, das sie irgendwann mal gelesen haben, dessen Titel sie aber nicht mehr wissen, wenden sich hilfesuchend an die Smart Bitches und deren Leserschaft. Meistens können sie sich nur mehr an Bruchteile der Handlung erinnern, und was dabei oft erzählt wird, ist ganz einfach köstlich. Dies hier hat mich wieder mal ziemlich amüsiert.


Sonst noch: Awards, soweit das Auge reicht...
Die liebe Sylvia (Herzbücher) hat mir den Stylish blogger Award verliehen. Vielen lieben Dank dafür!
Ich hab ja irgendwann zu zählen aufgehört, also weiß ich gar nicht, der wievielte Award das schon ist für meinen Blog. Auch wenn ich mich immer wieder freue, so stört es mich doch auf der anderen Seite, dass dieses Award-Herumgereiche solche Ausmaße annimmt und ich hab auch das Gefühl, dass es einigen anderen auf die Nerven geht und deshalb immer mehr Blogger diese Awards nicht weitergeben, um diese kettenbriefähnlichen Auswüchse einzudämmen. Auch ich werde diesen hier nicht weitergeben. Natürlich freuen sich die (Jung)Blogger - verständlicherweise, jemand hat sie entdeckt, findet den Blog toll, hat sie verlinkt usw. Ich gebe zu, dass ich mir anfangs auch ganz wichtig vorkam und dass ich im Zuge der ganzen Award-Verleihungen immer wieder über sehr viele neue Blogs gestolpert bin, die ich vielleicht sonst nicht gefunden hätte. Aber irgendwann ist da mal die Luft raus.
Natürlich werden immer wieder neue Awards erfunden und vergeben werden, wo auch immer diese herkommen mögen. Dieser hier beweist allerdings eh wieder mal, dass auch den Award-Erfindern nix Neues einfällt, und dass auch hier nur kopiert wird. Denn die mit dem Award verbunde Aufgabe - "erzähle 7 Dinge über dich" - ist ja wirklich nicht zum ersten Mal da.
Und dann hab ich auch noch einen zweiten Award gekriegt diese Woche, nämlich den  Beautiful Blogger Award von der lieben Angelika aka Marie Seth. Vielen Dank auch dir! Wie gesagt, ich freu mich sehr, aber ich werde auch diesen Award, mit dem anscheinend auch keine weitere Aufgabe verbunden ist, nicht weitergeben. Weil ich nämlich ein alter Spielverderber bin.


Neu in meinem Bücherregal #11:
Diese Woche habe ich nur einen einzigen Neuzugang via bookmooch zu vermelden, der SuB darf aufatmen. Aber nur solange, bis die TBD-Bestellung bei mir eintrifft. *gnihihi*

Julia London: The Book of Scandal (Scandalous 1)
Nathan Grey, the Earl of Lindsey, is infamously known as the Libertine of Lindsey for his scandalous ways with women. But when he hears gossip that his estranged wife, Evelyn, is about to be named in The Book of Scandal, he has no choice but to remove her from London to protect her and himself from charges of treason -- even if it calls for abduction! While Evelyn has no legal recourse against the man who broke her heart years ago but is still considered her lord and master, she is no longer the immature girl Nathan married. Her enforced homecoming quickly turns into a battle of wills that tears down her husband's defenses and lays bare the passion that still burns between them. Before it is too late, Nathan must confront powerful adversaries as he convinces Evelyn that she is not only his wife, but the one woman he will love for all time.
Na, hat irgendwer erraten, warum ich dieses Buch ausgesucht habe?

Samstag, 19. März 2011

COVER-PIC(K) #2

Heute kein halbnackter Mann auf dem Cover! Dieses Cover ist mir schon vor einigen Monaten bei Samhain ins Auge gesprungen, als es das Buch erst in E-Book-Form gab, mittlerweile ist es auch in gedruckter Form erhältlich und ich überlege, ob ich es mir bestellen soll. Das Cover sieht einfach Klasse aus, ich mag die Farben, ich mag die Kleidung und der Degen ist toll!


Robyn Bachar: Blood, Smoke and Mirrors
Even a bad witch deserves a second chance.

Wrongly accused of using her magic to harm, the closest Catherine Baker comes to helping others is serving their coffee. Life as an outcast is nothing new, thanks to her father’s reputation, but the injustice stings. Especially since the man she loved turned her in.
Now the man has the gall to show up and suggest she become the next Titania? She’d rather wipe that charming grin off his face with a pot of hot java to the groin.
Alexander Duquesne has never faltered in his duties as a guardian—until now. The lingering guilt over Cat’s exile and the recent death of his best friend have shaken his dedication. With the murder of the old Titania, the faerie realm teeters on the brink of chaos. His new orders: keep Cat alive at all costs.
Hunted by a powerful stranger intent on drawing her into an evil web, Cat reluctantly accepts Lex’s protection and the resurrected desire that comes along with it. Lex faces the fight of his life to keep her safe…and win her back. If they both survive.
Warning: This book contains one tough and snarky witch, one gorgeous guardian, explicit blood drinking, magician sex, gratuitous violence against vampires and troublemaking Shakespearean faeries.

Quelle: Samhain Publishing

Freitag, 18. März 2011

Anne Stuart: Rafe´s Revenge

RAFE´S REVENGE
Contemporary Romance

Autor: Anne Stuart
Verlag: Harlequin American Romance (1992)
Paperback, 253 Seiten
dt. Titel: Was willst du wirklich, Silver? (bianca 1993)
gelesen auf englisch
gebraucht gekauft via booklooker




Die Story:
Die Filmkritikerin Silver Carlysle hat sich mit dem Verriss einiger trashiger Actionfilme einen mächtigen Hollywood-Produzenten zum Feind gemacht. Rafe McGinnis ist als kaltblütiger Geschäftsmann bekannt, der immer seinen Willen durchsetzt und genug Einfluß hat um Leute aus dem Weg zu schaffen, die ihm nicht in den Kram passen. Doch Silver läßt sich von ihm nicht einschüchtern. Als sie sich in einer Kritik jedoch dazu hinreissen läßt, nicht nur einen seiner Filme in der Luft zu zerreissen, sondern McGinnis auch persönlich zu beleidigen, schickt er ihr seine Anwälte. Als Rafe und Silver endlich persönlich aufeinandertreffen, fliegen die Fetzen - und die Funken. Silver ist nämlich kein verkorkstes Mannweib, wie Rafe vermutet hat, und obwohl sie so gar nichts mit den Starlets gemeinsam hat, die er reihenweise flachlegt, findet er sie auf seltsame Weise anziehend. Silver sollte diesen machtgeilen, arroganten Kerl eigentlich abstossend finden, aber sie ist äußerst fasziniert von ihm.
Da wird Rafe ein Filmmanuskript zugespielt und ihm ist klar, er will diesen Film drehen. Koste es was es wolle. Doch die Sache hat einen Haken, das Manuskript stammt von Silvers Vater, einer alten Hollywood-Legende und Silver, die es zu einem Drehbuch umgearbeitet hat, das bisher keiner haben wollte, ist ganz und gar nicht bereit, es McGinnis zu überlassen, der aus einem Kunstwerk eines seiner trashigen B-Movies machen würde.

Kommentar:
Das ist ein ziemlich alter Anne Stuart, den ich mit einem Haufen anderer ziemlich alter Anne Stuarts gebraucht über booklooker gekauft habe. Und ich bin mal wieder völlig davon angetan, wie zeitlos Anne Stuarts Romances wirken! Das Buch hat wirklich kaum Staub angesetzt.
Stuart läßt hier zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen, zwei, die um keinen Preis nachgeben wollten. Doch beide haben auch so ihre Schwächen. Rafe will auf gar keinen Fall, dass jemand etwas über seine Kindheit erfährt, die alles anderes als heil war. Außerdem merkt er nicht, dass er geschickt von einer Person im Hintergrund manipuliert wird. Silver will nicht an die große Glocke hängen, wer ihre Eltern sind, denn sie will ihren Weg alleine machen. Ihren Mentor Clement Walden sieht sie als Vaterfigur und ordnet sich unbewußt ständig seinem Willen unter.
Rafe und Silver können sich der gegenseitigen Anziehung nicht erwehren, kämpfen aber lange dagegen an. Zu unterschiedlich sind ihre Ziele. Bis auf eines, beide wollen dieses Filmprojekt haben, und keiner will nachgeben. Silver meint, das Manuskript sei nach dem Tod ihres Vaters in ihrem rechtmäßigen Besitz. Rafes Anwälte sind anderer Meinung.
Die beiden Figuren ergänzen sich wirklich gut, sie kommen zusammen, als hätte jemand im Hintergrund die Fäden gezogen - und es scheint auch tatsächlich so zu sein, denn zwei der Nebenfiguren spielen ihr jeweils eigenes Spiel, um mithilfe von Rafe und Silver ihre eigenen Interessen durchzubringen. Am Ende kriegt jeder, was er verdient hat, nicht jedoch ohne vorher ein Opfer dafür erbracht zu haben.
Rafe ist keiner der extremen Antihelden von Anne Stuart, er ist eigentlich recht zahm. Silvers Verhalten fand ich zuweilen ein bisschen doof, ich meine, welche Frau macht sich denn absichtlich zum Gespött, indem sie sich völlig unpassend anzieht? Aber alles in allem hab ich mich mit dem "alten Schinken" sehr gut unterhalten, und es gab auch eine sehr schöne "Abschieds-Sex-Szene", die mag ich ja ganz besonders.

Fazit:
Solide 4 Sterne. Frau Stuart kanns einfach!

Mittwoch, 16. März 2011

Wendy Roberts: Die Geisterfeger

DIE GEISTERFEGER
Kriminalroman mit Para-Element

Autor: Wendy Roberts
Verlag: Goldmann (2010)
OT: The Remains of the Dead (2007)
Serie: Ghost Dusters, Buch #1
Taschenbuch, 346 Seiten
ISBN 978-3-442-47114-0
gelesen auf deutsch
Leihbuch

Die Story:
Sadie Novak betreibt ein Reinigungsunternehmen. Allerdings nicht irgendeines, denn sie hat sich auf das Reinigen nach Todesfällen spezialisiert. Wenn in ihrer Stadt ein Mord oder Selbstmord passiert ist, ist Sadie diejenige, die gerufen wird, um das Blut aufzuwischen. Dabei steht ihr seit kurzem der Ex-Cop Zack Bowman zur Seite. Als wäre diese Arbeit nicht schon außergewöhnlich genug, kann Sadie auch noch die Geister der Toten sehen und diese kommen oft zu ihr, um sie um einen Gefallen zu bitten. Meist reicht es, wenn Sadie ihnen zuhört und ihnen klarmacht, dass sie nicht mehr am Leben sind, doch bei der  kürzlich ermordeten Trudy ist das nicht genug. Alles deutet in diesem Fall auf einen "Mitnahmeselbstmord" hin, soll heißen, Trudys Ehemann hat zuerst sie und dann sich selbst umgebracht. Trudy widerspricht jedoch vehement, und so wird Sadie in den Fall hineingezogen, trifft auf einen Mann, den sie als Mörder verdächtigt, aber trotzdem sehr attraktiv findet und dann steht sogar ihr eigenes Leben auf dem Spiel als sie wiederholt bedroht und attackiert wird.

Kommentar:
Ich habe dieses Buch aufgrund einer begeisterten Kritik von Soleil gelesen und auch bei Elisabeth ist es sehr gut weggekommen und die hat es mir dann freundlicherweise geborgt.
Leider konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Die Idee fand ich zwar sehr gut, aber leider bin ich mit der Hauptperson ganz und gar nicht warm geworden. Den Schreibstil fand ich seltsam distanziert und irgendwie blutleer, zuweilen hat es sich für mich wie ein Bericht gelesen, eine Aufzählung dessen, was Sadie gerade tut. Die Krimihandlung war trotzdem recht spannend und am Ende gab es eine Wendung, die allerdings nichts mit der Krimihandlung zu tun hatte, die ich ganz und gar nicht erwartet hatte und die mich zu Tränen gerührt hat. Dies war auch der Grund dafür, dass das Buch am Ende noch einen halben Stern mehr bekommen hat, als ich eigentlich vergeben wollte. 
Wirklich vermisst habe ich in dem Buch allerdings eine Liebegeschichte - ja, auch wenn das doof klingt, ich will ganz einfach eine haben, ich les ja nicht umsonst so gerne Romances. Es wird zwar angedeutet, dass sich da in den weiteren Büchern der Serie noch etwas ergeben könnte, allerdings werde ich das wohl eher nicht erfahren, denn ich war nicht so begeistert, dass ich die Serie weiterlesen werde. Auf deutsch wird wohl auch kein weiteres Buch der Serie erscheinen, was wohl vor allem daran liegen dürfte, dass sich der Verlag mit dem Cover arg vertan hat und sich das Buch vermutlich nicht gut verkauft hat.
Das Cover passt nämlich überhaupt nicht zu dem Buch, es vermittelt eine völlig andere Idee vom Inhalt. Ganz zu schweigen davon, dass Sadie ihren Job wohl kaum in diesem Outfit (kurzer Rock und High Heels) durchführen könnte. Ein Schutzanzug ist da wohl eher angebracht. Und von dem lächerlichen rosaroten Staubsauger will ich mal lieber gar nicht reden.

Fazit:
3.5 Sterne. Die Idee war gut, aber leider haben mich die Personen und der Schreibstil nicht davon überzeugen können, dass ich noch weitere Bücher der Serie lesen muss.

Dienstag, 15. März 2011

[Reise] Sizilien - Das Bergdorf Savoca und Der Pate

Nicht weit von Taormina findet man das Bergdorf Savoca, in dem Teile des Filmklassikers "Der Pate" gedreht worden sind. Das Dorf ist überraschenderweise (und erfreulicherweise!) völlig untouristisch, es gibt lediglich zwei Bars/Cafés und zwei kleine Bed&Breakfasts. Dafür gibts aber ziemlich viele Kirchen. Bei unserer Sizilienreise im Oktober 2010 haben wir einen der ausnahmsweise mal nicht verregneten Nachmittage für einen kurzen Auflug dorthin genützt, sind ein bisschen herumspaziert und haben die tolle Aussicht genossen.
Die Straße, die ins Dorf führt, ist unglaublich kurvenreich, wie man auf dem ersten Foto sehen kann und unser Mietwagen, ein Fiat Panda, hat ganz schön hinaufgeschnauft, dabei hatte er zu diesem Zeitpunkt sogar schon den Ätna hinter sich. Das Dorf schlängelt sich einen Bergrücken entlang, ist also relativ weitläufig, die Straßen sind eng, steil und gepflastert und zum Großteil nicht mit dem Auto befahrbar - was auch gut so ist. Savoca hat dadurch einen ganz besonderen Charme...
Ich hab jetzt auch nicht grad die supertollen Fotos hier, ihr wisst schon, einfache Kamera und so, außerdem waren die Lichtverhältnisse nicht überall gut, ein Großteil des Dorfes lag im Schatten, aber ich hoffe, sie vermitteln trotzdem einen kleinen Einblick.









Montag, 14. März 2011

Sarah Mayberry: Her Best Friend

HER BEST FRIEND
Contemporary Romance

Autor: Sarah Mayberry
Verlag: Harlequin Super Romance (2010)
Paperback, 247 Seiten
ISBN 978-0-373-71626-5
gelesen auf englisch
ertauscht via bookmooch



Die Story:
Schon seit ihrer Kindheit war Amy Parker eng mit dem Nachbarsjungen Quinn Whitfield befreundet. Die beiden waren unzertrennlich. Dann ist Lisa aufgetaucht. Und wurde von den beiden in den Freundeskreis aufgenommen. Von nun an waren die drei unzertrennlich. Bis Amy sich in Quinn verliebt hat. Und Quinn Lisa geheiratet hat.
Quinn und Lisa sind nach Sydney gezogen, haben studiert und Amy ist zuhause gelieben in der Kleinstadt Daylesford in Victoria. Weil sie jedoch niemals aufgehört hat, Quinn heimlich zu lieben, hat Amy sich in den letzen Jahren zurückgezogen und den Kontakt mit dem vermeintlich glücklichen Paar abgebrochen. 
Amys Lebenstraum, das alte Kino zu kaufen, dass ihr Urgroßvater seinerzeit gebaut hat, ist endlich zum Greifen nah. Jeden Cent hat sie gespart, um das denkmalgeschützte Gebäude, das seit Jahren leersteht, langsam verfällt und keinen Käufer gefunden hat, zu erwerben und zu renovieren. Auf dem Kaufvertrag mit der Gemeindeverwaltung fehlen nur mehr die Unterschriften, als plötzlich ein Gegenanbot abgegeben wird. Ein unsympathischer Baulöwe will das gut gelegene Gebäude unbedingt haben. Amy vermutet, dass er es abreissen will um Touristenappartements dort zu errichten. In ihrer Verzweiflung ruft sie ihre Freundin Lisa an, die inzwischen Anwältin ist. Doch stattdessen ist Quinn am Telefon. Da er ebenfalls Anwalt ist und Amys Traum kennt, sagt er zu, ihr zu helfen. Er verrät ihr jedoch nicht, dass er schon seit einem Jahr von Lisa getrennt lebt und die Scheidungspapiere bald unterschrieben werden sollen.
Als Quinn in Daylesford auftaucht und bei der Gemeindeversammlung dafür kämpft, dass Amys Angebot den Zuschlag erhält, ist Amy überglücklich. Doch dann beschließt Quinn, länger zu bleiben und Amy bei den Renovierungsarbeiten zu helfen. Und Amy fragt sich, wie sie das aushalten soll, Quinn, den sie seit Jahren heimlich liebt, ständig vor der Nase zu haben.

Kommentar:
Hach, ich liebe ja solche Geschichten! Da ist der eine in den anderen schon jahrelang verliebt, aber natürlich nur heimlich, und dann gibt es doch noch Hoffnung auf ein Happy-End. *seufz*
Das Setting in Australien garantiert bei mir ohnehin immer Pluspunkte, und wenn es dann auch noch um Architektur/alte Gebäude/Bauarbeiten geht, bin ich in meinem Element. Die Geschichte konnte also nur ein Vergnügen werden. Und das war es auch. 
Amy und Quinn sind beide total sympathische Charaktere, bei denen die Chemie einfach gestimmt hat. Die Freundschaft zwischen den beiden war unerschütterlich, Quinn hat ohne zu Zögern Amy bei ihrem Vorhaben unterstützt, obwohl sich die beiden schon mehrere Jahre nicht mehr gesehen hatten. Die vorsichtige Annäherung der beiden, die Zweifel und die Angst, diese Freundschaft aufs Spiel zu setzen, waren absolut nachvollziehbar gezeichnet. Auch Lisa, die Quinn in ihrer Ehe betrogen hat, wurde nicht als Buhfrau dargestellt, was ich sehr positiv fand. Es wurde allerdings auch  nichts beschönigt oder gar vermittelt, dass sich das alles so leicht auflösen ließe.
Flüssiger Schreibstil, flotte Dialoge, zwischendurch ein paar LOL-Momente, und natürlich ein schönes Happy-End - was will man mehr?

Fazit:
4.5 Sterne - perfekt als leichte Unterhaltung für zwischendurch!