Freitag, 20. Januar 2012

[ich lese] Vincent

Roman
Autor: Joey Goebel
Diogenes, 2005
OT: Torture the Artist (2004)
geschenkt bekommen
gibt's aber auch bei Amazon


Von der Buchrückseite:
Wussten Sie, dass große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, dass ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. 
Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?
Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.

Warum ich dieses Buch lese:
Mein Liebster mistet grade sein Bücherregal aus und bringt mir bei jedem Besuch Bücher mit, die ich behalten kann oder in den Roten Kasten stellen, wie auch immer ich will. Dieses hier hab ich behalten und mal reingelesen. Es beginnt mit einem Brief an den siebenjährigen Vincent, geschrieben von seinem "Beschützer" Harlan. Vincent hat die Begabung dazu ein großer Künstler zu werden und Harlan wurde engagiert um dafür zu sorgen, dass Vincent immer unglücklich ist, damit seine Kunst großartig wird. Eine interessante Idee.
Vincent wird übrigens Schriftsteller und Songwriter und ich würde gerne wissen, ob er es schafft, am Ende doch noch glücklich zu werden, denn mit sieben Jahren ist er überzeugt davon, dass das möglich ist.
Die einzelnen Kapitel des Buches tragen Frauennamen und da bin ich jetzt irgendwie neugierig geworden, was es mit den Frauen wohl auf sich haben wird.

Zitat:
"Noch einmal, es tut mir leid. Es stimmt, was die Leute sagen - das Leben ist ungerecht, vor allem zu Dir. Und ich kann Dir nur einen Trost bieten: Was Du in all dem Leid und der Einsamkeit zustande bringst, wird Deine Verzweiflung und unsere Grausamkeit bei weitem überdauern. Unsere Folter ist vergänglich, Dein Werk währt ewig. So gesehen, werden wir auf lange Sicht alle gewinnen."
(Aus Kapitel 1 "Rachel")


4 Kommentare:

Lesefee hat gesagt…

Hey,
ich habe dir ein Stöckchen zugeworfen: http://lesefee.blogspot.com/2012/01/stockchen-11-fragen.html
Vielleicht hast du ja Lust mit zu machen?!
LG
Lesefee

Milena hat gesagt…

Vincent ist so ein großartiges Buch, ich mag es SEHR. Schon der Brief von Harlan an den 7jährigen Vincent gleich am Anfang...wow. Kam fallweise aber auch gar nicht damit zurecht, wie viel man dem Jungen zugemutet hat.

streetread hat gesagt…

das ist ja lustig, zu sehen, wie sich der Inhalt des Kastens stetig verändert. Vielleicht hat ja jemand das nasse Buch auf der Straße gefunden und nachträglich in den Kasten gelegt? Oder vorher als Regenschirmersatz benutzt :O

streetread.wordpress.com

evi hat gesagt…

@Lesefee:
Danke! Im Augenblick hab ich aber leider keine Zeit dafür.

@Milena:
Ja, der Brief hat mich auch sehr beeindruckt - sehr interessanter Einstieg. Mal sehen, wie es mir weiterhin so gefällt.

@streetread:
Ooops, Kommentar in den falschen Blogpost gerutscht! Ich denke, ich muss da mal was an meinem Layout ändern...
Ja, die Fluktuation im Kasten ist schon sehr spannend.
Und überhaupt: Herzlich willkommen hier!

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