Vor einiger Zeit schon habe ich einen ganzen Karton Bücher aussortiert. Viele davon habe ich bei bookcrossing registriert und mittlerweile in einem offenen Bücherschrank freigelassen.
Die restlichen Bücher - so um die 30 Stück - wollte ich über eine Ankaufsplattform zu Geld machen. Diese Ankaufsplattformen sind offenbar sehr beliebt und müssen wohl auch ein einträgliches Geschäft bieten, denn es gibt sie mittlerweile zuhauf. Da muss man erst mal herausfinden, welche davon am brauchbarsten ist. (Überhaupt, wenn man in Österreich zuhause ist.)
Funktionieren tut die Sache relativ einfach: man tippt die ISBN des Buches das man verkaufen will ein und erhält umgehend eine Info, ob das Buch von der jeweiligen Plattform angekauft wird und wieviel dafür bezahlt wird. Meist gibt es eine Mindestankaufssumme oder eine Mindeststückzahl - das variiert, je nach Plattform. Die meisten Ankaufsplattformen kaufen außer Büchern auch noch CDs, DVDs und Spiele an.
Die zu verkaufenden Teile kommen dann in einen Warenkorb und wenn man den Verkauf abgeschlossen hat, erhält man eine Bestätigung per E-Mail, bei manchen eine Packliste und bei manchen sogar einen Aufgabeschein, mit dem man das Paket dann ohne Portokosten versenden kann. Einige Tage später sollte man dann den Erlös aus dem Verkauf auf seinem Konto gutgeschrieben finden. Wenn alles klappt... (Dass nicht immer alles klappt, kann man diversen Erfahrungsberichten, die online zu finden sind, entnehmen, aber damit will ich mich mal vorerst gar nicht auseinandersetzen.)
Auf werzahltmehr.de kann man sich übrigens kostenlos die meistbietende Plattform (aus derzeit 28 verschiedenen Anbietern) ermitteln lassen. Das funktioniert via PC oder - noch praktischer - mit dem Smartphone, denn werzahltmehr.de bietet eine Gratis-App (für Android und iPhone) an, mit der man die Bücher mittels Barcode-Scanner erfassen kann. Ich bin davon absolut begeistert!
Leider hat das Ding einen entscheidenden Nachteil, für den es aber gar nix kann: Es ist für mich als Österreicherin ziemlich nutzlos, denn die meisten Ankaufsplattformen sind in Deutschland ansässig und kaufen auch nur aus Deutschland an. In manchen Fällen wird auch aus dem Ausland (= Österreich, Schweiz) angekauft, jedoch wird das Porto nicht übernommen. Bei einigen erhält man wenigstens einen Versandkostenanteil, der aber leider für eine Auslandssendung viel zu gering ausfällt. Wenn ich nämlich vom ohnehin schon recht geringen Ankaufswert der Bücher auch noch die Versandkosten (die in Österreich leider exorbitant sind) abziehe, bleibt fast nix mehr übrig. Da kann ich die Bücher gleich behalten. Oder verschenken. Oder in den Offenen Bücherschrank stellen...
Somit bleibt die tolle App leider nur ein Spielzeug für mich, das zwar Spaß macht, mich gleichzeitig aber auch ein bissl frustriert, weil es mir tolle Preise anzeigt, die ich aber in Österreich für meine Bücher nicht kriegen kann.
Testbericht über die Ankaufsplattformen folgt!

Ich würde dir ja Tauschticket empfehlen, aber wahrscheinlich hast du da ja dasselbe Problem: nämlich die Portokosten...gibt es bei Euch keine vergleichbare Tauschplattform für Bücher?
AntwortenLöschenHast Du schonmal dran gedacht, die hier auf Deiner Seite anzubieten. Hier tummeln sich doch die Leseratten und vielleicht kannst Du ja das eine oder andere tauschen o.ä. Das hat auf meinem Blog auch ganz gut geklappt.
AntwortenLöschenLG;
JED
@zeilenreisende:
AntwortenLöschenSoviel ich weiß, kann man als Österreicher bei Tauschticket gar nicht teilnehmen, war zumindest früher so. Aber auch falls die das geändert haben sollten, bleibt die Sache mit dem Porto. Da würde ich ja mehr Porto zahlen, als das Buch kostet... Leider.
Etwas vergleichbares habe ich in Österreich auch noch nicht gefunden.
Ich habe aber über bookmooch schon viel getauscht, das ist eine internationale Tauschplattform, über die ich eh schon berichtet habe. Musste ich aber leider wegen der Österr. Post und ihren wahnsinnigen Gebühren aufgeben. hrmpf...
@JED:
Ja, über den eigenen Blog tauschen ist in letzter Zeit sehr beliebt geworden, hab ich bemerkt. Das funktioniert bei euch in Deutschland aber auch deshalb so gut, weil ihr so günstig Bücher versenden könnt. Das geht bei uns eben wegen der exorbitanten Portokosten nicht - in Ö gibts keine Büchersendung - und deshalb ist das für mich leider keine Alternative.
Ich bin auch immer ganz neidisch, wenn ich mir ansehe, was in der Hinsicht in Deutschland möglich ist. Vor allem auch mit den günstigen Büchersendungen.
AntwortenLöschenIn Ö ist das alles einfach ein Kreuz und letztendlich stelle ich meine Bücher dann auch immer nur in den Offenen Bücherschrank oder ins Einstein (wo ja eine Offizielle Bookcrossing Zone ist).
Vor Weihnachten wollte ich für ein Bücherwichteln mal ein Buch nach Deutschland schicken. Bin mit einem durchschnittlichen Taschenbuch zur Post marschiert - und hätte über 13 Euro Versandkosten zahlen müssen. Das ist einfach nur zum Haareraufen.
@Neyasha:
AntwortenLöschen13 Euro? Wahnsinn!
Na, das Bücherversenden mit der Post hab ich mir schon abgewöhnt.
Ich habe aber inzwischen eine der Ankaufsplattformen ausprobiert - meinen Bericht darüber gibt es demnächst!
Ich habe es selbst zwar noch nicht ausprobiert, aber gibt es beim Tauschgnom nicht sogar eine extra Möglichkeit nur für Österreicher unter sich zu tauschen? Ist zwar nicht mit Verkaufen zu vergleichen, aber vielleicht hat sich das System dort mitterlweile ausgebaut und ist auch für Österreicher richtig nutzbar?
AntwortenLöschenUnd bei Booklooker kann man doch auch die Bücher selbst verkaufen und angeben, in welche Länder man bereit ist zu verschicken, wenn mich nicht alles täuscht. Aber leider wieder eine Sache, die ich auch nicht probiert habe ^^
liebe Grüße
@Melanie:
AntwortenLöschenIch hingegen habe schon fast alles ausprobiert ;-). (Kann man auch hier nachlesen, dieser Post ist ja Teil einer Serie.)
Booklooker kenn ich natürlich auch schon lange, aber da gingen die Verkäufe nur schleppend und jetzt mit den Portokosten bin ich ohnehin nicht mehr "konkurrenzfähig". Am besten hab ich über meinen eigenen Flohmarkt-Blog verkauft, den ich aber inzwischen geschlossen habe.
Tauschgnom kenn ich noch nicht, danke für den Hinweis, werde ich mir mal ansehen. Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit und einen Bericht wert. ;-)
*g* ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das nicht so richtig verfolgt habe, weil es für mich einfach nie interessant war Bücher zu verkaufen oder zu vertauschen. Die Bücher, die mir nicht gefallen verschenke ich zum größten Teil und ab und zu gebe ich sie auch auf einem Flohmarkt weiter - das wars dann schon ;)
AntwortenLöschenliebe Grüße
Da sich in meinem langen Leseleben ja schon so einiges angesammelt hatte, musste ich irgendwann aus Platzgründen anfangen, mich von einem Teil der Bücher zu trennen. Ich hab sie auch schon säckeweise verschenkt oder für den Tierschutzflohmarkt gespendet - wie gesagt, ich hab schon alles probiert. *lach*
AntwortenLöschenAber dafür sind dann wieder andere Bücher zu mir gekommen, säcke- oder sogar kistenweise von Freunden und Bekannten, und dann ging es wieder von vorne los! Und weißt du was? Mir macht das total Spaß!
Interessanter Post! Bin schon gespannt auf deinen Bericht über die Ankaufsplattformen. Hab sowas zwar schonmal gelesen, aber noch nie selbst getestet.
AntwortenLöschenAls ich die Kommentare hier durchgelesen habe, war ich doch sehr geschockt über die Portopreise in Österreich! Das war mir gar nicht bewusst. 13 Euro für ein Buch nach BRD??? Um Himmels willen!
Ich kann's kaum fassen...
LG
Niniji
@Niniji:
AntwortenLöschenDie österr. Post hat im Mai des Vorjahres das Tarifsysem "neu gestaltet". Mit dem Effekt, dass Bücher versenden jetzt ein Vermögen kostet, und zwar egal ob ins In- oder ins Ausland - es ist beides einfach zu teuer.
Eine vergünstigte Büchersendung wie in Deutschland hat es aber vorher auch schon nicht gegeben. Da beneiden wir unsere Nachbarn sehr drum. ;-)
@ evi: Das glaub ich dir! So ist das wirklich unrentabel. Schade eigentlich...
AntwortenLöschenDu sprichst mir aus dem Herzen!! Ich suche auch schon länger verwzeifelt nach einer Alternative und habe noch nichts gefunden was uns hier in Österreich helfen könnte unsere Bücher loszuwerden...außer sie zu verschenken...nur mittlerweile wollen meine lesewütigen Mitmenschen selber einige Bücher loswerden oder sie sind keine Leser....Nicht mal die Bücherei nimmt noch was. Am liebsten hätte ich ja auch gerne ein paar Eurolein dafür, damit ich mir wieder neues Lesefutter kaufen kann....ich werde auf jeden Fall deine Geschichte und Erfahrungen weiter verfolgen!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Martina
Also, das ist doch echt eine Marktlücke in Österreich, wie mir scheint... die Chance zum Selbstständig-machen... hust. Echt schade
AntwortenLöschen@Martina:
AntwortenLöschenTja, ich hab ja auch schon viele Bücher verschenkt, und viele in den offenen Bücherschrank gestellt, aber dann sind eben wieder ein paar Exemplare dabei, die recht teuer waren und für die ich dann vielleicht doch auch gerne, genau wie du sagst, "ein paar Eurolein", hätte. Da geht's uns ja allen gleich. Und sind wir uns ehrlich - wir würden die paar Euros je eh gleich wieder in neue Bücher "investieren". *lach*
Es geht in den nächsten Tagen weiter mit meinem Bericht, versprochen!
@Petra:
Harhar! Der Witz mit dem Selbständig-machen war aber echt gut! Mit ein paar Kisten gebrauchter Bücher kann man sich ganz sicher sehr gut seinen Lebensunterhalt verdienen. *lach*
Hallo,
AntwortenLöschenvielleicht solltest du dir http://www.momox.de/ doch nochmal anschauen, sieht so aus als wäre der Versand aus Österreich jetzt wohl doch kostenlos. Allerdings kann ich mich auch gnadenlos "verlesen" haben, ich bin in dem Thema Bücher versenden/verschicken nicht ganz so bewandert.
Hi Momoko!
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis! Es scheint nun auch eine Österreich-Seite von Momox zu geben. Interessant! Momox ist ja, soviel ich weiß, eine der ersten Ankaufsplattformen für Bücher überhaupt gewesen, zumindest die einzige, die ich damals (ca. 2008) gefunden habe, als ich Möglichkeiten gesucht habe, meine Bücher gegen ein paar Euros loszuwerden.
Jaja, jeden Tag einen anderen zum Lachen bringen ist auch ne gute Tat ;o)
AntwortenLöschenIch hoffe, dass du bei Momox nun doch Glück hast.
LG
Hm...war gerade auf der Momox Seite. Bei momox.de steht versnadkostenfrei nur innerhlab deutschlands. Hab dann einfach momox.at eingegeben und da scheint es möglich...aber irgendwie ist es doch eher unklar....hast du da mehr rausgefunden?
AntwortenLöschenLg
Martina
@Petra:
AntwortenLöschenJemanden zum Lachen bringen fällt definitiv unter "gute Tat"! :)
@Martina:
Ja, es gibt nun auch Momox für Österreich! *freu* Keine Versandkosten. *nochmehrfreu* Ich hab gestern beim Bücherregal einräumen schon ein paar Bücher für einen Test beiseite gelegt. Ich werde berichten!!
lg, evi
Mir geht's ähnlich und vor kurzem habe ich www.buchmaxe.at entdeckt und auch schon getestet und für gut befunden! Ab 25 Büchern ist der Versand gratis und es funktioniert einwandfrei (auch mit DVDs und CDs). Allerdings muss man schon sagen, dass man für manche Bücher extrem wenig Geld (unter 1€!!) bekommt und ich deswegen wirklich nur Bücher hergebe, die ich sonst gar nicht mehr loswerde und/oder sicherlich kein 2. Mal lesen werde. Neue Bücher/Hardcover bringen natürlich schon mehr ein. Aber ich finde, es ist eine gute Alternative zu ebay, da die Versandkosten inzwischen echt untragbar geworden sind.
AntwortenLöschenFreu' mich auch auf einen Testbericht von Momox!
Hi Anonym!
AntwortenLöschenJa, leider kriegt man für die meisten Bücher recht wenig Geld. Auzahlen tun sich nur ganz ganz aktuelle Romane oder Sachbücher.
Bevor ich jedoch ein Buch für 10 Cent verkaufe, stelle ich es lieber in einen offenen Bücherschrank.
Ich habe bei meinem ersten Test buchmax.at und rebuy.at ins Auge gefasst - mich dann für eine der beiden Plattformen entschieden. Testbericht kommt bald...
Momox werde ich auch noch testen.